Lichtenfels, 18. Dezember 2025 In feierlichem Rahmen wurde heute durch den Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, und den Vertreter der Europäischen Union in München, Wolfgang Bücherl, der MOLL Batterien GmbH die Förderurkunde über 22 Millionen Euro zum Aufbau Europas erster Produktion von Natrium-Ionen-Batterien übergeben. MOLL investiert mehr als 100 Millionen Euro in den Standort Lichtenfels; damit verbunden ist die Schaffung von mehr als 120 neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen.
Staatsminister Hubert Aiwanger bestärkte MOLL in seinem Vorhaben: „Was die MOLL Batterien GmbH mit der innovativen Produktion von Natrium-Ionen-Batterien in Lichtenfels aufbaut, ist ein echter Meilenstein für Bayern und stärkt das Batterieökosystem in ganz Europa – sauber, sicher, zukunftsorientiert. Genau solche Technologien brauchen wir, um unsere Energieversorgung stabiler zu machen, das Stromnetz zu entlasten und unabhängiger zu werden. Hier entsteht gerade ein echter Wachstumsmarkt: Natrium statt knapper Rohstoffe – das ist grüne Innovation aus Bayern für Bayern und weit darüber hinaus. So schaut gelungene Energiewende aus, die Arbeitsplätze schafft und unseren Standort stärkt“.
Natrium Batterien (NIB) bieten entscheidende Vorteile für die Energiewende im Vergleich zu Lithium Batterien (LIB): NIB haben eine höhere Sicherheit, sind temperaturbeständiger, haben eine bessere Lade- und Entladerate und die Tiefenentladung ist möglich. NIB kommen ohne Lithium und Kobalt aus und sind insgesamt umweltfreundlicher und nachhaltiger als LIB. Damit eignen sich NIB besonders für stationäre Großspeicher, die künftig eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der Stromnetze spielen.
Produktion und Büro mit einer Fläche von insgesamt 15.000 m² mit modernster Infrastruktur stehen für die geplante Produktion von NIB ab dem dritten Quartal 2026 bereit.
„Mit dieser Förderung schaffen wir die Grundlage, eine völlig neue Batterietechnologie in Europa industriell zu etablieren – nachhaltig, sicher und basierend auf einer europäischen Rohstoffversorgung. Für unseren Standort Lichtenfels ist das ein Quantensprung, für Europa ein wichtiger Schritt hin zu technologischer Souveränität“, erklärt Dr. Klaus Eichhorn, Geschäftsführer der MOLL Batterien GmbH.
Neben Staatsminister Hubert Aiwanger, Staatssekretär Martin Schöffel und Herrn Wolfgang Bücherl von der Europäischen Union konnten zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft begrüßt werden. Im Anschluss an die Übergabe der Förderurkunde fanden B-2-B Gespräche und ein reger Austausch mit den Gästen statt.